Unser Ansatz

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnser wissenschaftlicher Zugang:

Kulturalität…

Unsere Lebenswelt wird von Kulturen geprägt, mit denen wir in Kontakt gekommen sind. Kultur verstehen wir nach Clifford Geertz als „selbstgesponnenes Bedeutungsgewebe“, in das jede_r Einzelne verwoben ist. Dieses verändert sich kontinuierlich. Maschen gehen auf, Fäden kommen hinzu, neue Muster entstehen.

 …wird zu Transkulturalität

Im Zusammenhang der Globalisierung wird immer wieder nach Konzepten gesucht, wie die zunehmende Mobilität und Kommunikationsmöglichkeiten zu fassen sind. Da nationale Grenzen immer häufiger überschritten werden, ist die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Hintergründe inzwischen alltäglich. Immer seltener wird der Geburtsort zum dauerhaften Lebensmittelpunkt und somit nehmen auch die sozialen Bezüge jedes Einzelnen zu. Aus den Bezügen zu Herkunfts- und Ankunftskulturen entsteht Neues, Mehrfachzugehörigkeiten entstehen, welche die Lebenswirklichkeiten von Menschen prägen/ausmachen.

Das Konzept der Transkulturalität stellt weniger das Land, in dem jemand geboren wurde oder aufgewachsen ist in den Fokus, sondern vielmehr lebensgeschichtlich relevante Einflüsse und Zugehörigkeiten. Im Sinne von Clifford Geertz stellt sich dabei also die Frage, aus welchen unterschiedlichen Fäden unser Bedeutungsgewebe gesponnen ist.

Unser anwendungsorientierter Zugang: Der Diversity-Ansatz

Um der Diversität von Individuen begegnen zu können, bedarf es eines möglichst offenen und neugierigen Blickes. So kann das Gegenüber verstanden und Irritation ausgehalten werden. Die Begegnung erfordert aber auch, die eigene kulturelle Eingebundenheit zu erkennen und immer wieder zu reflektieren.

Der Diversity Ansatz wird diesem Anspruch gerecht, indem er dazu auffordert u.a. folgende Merkmale je nach Kontext zu berücksichtigen:

  • Alter
  • Geschlecht
  • soziokultureller Hintergrund
  • Religiosität

Hierbei werden die Ebenen von Gesellschaft, Institution und die direkte Interaktion mitgedacht. Damit wird Kommunikation vor dem Hintergrund der jeweiligen Machtverhältnisse betrachtet. Der Diversity-Ansatz betont, dass Individuen durch mehr als nur Kultur erfasst werden müssen, um verstehen zu können was ihr Handeln, Denken und Fühlen bestimmt. Diversity Kompetenz bedeutet demnach nicht nur Unterschiede beispielsweise im Bildungsniveau oder in der Herkunft zu fokussieren, sondern auch Gemeinsamkeiten wie Mutterschaft oder Konfession mitzudenken.

Im Diversity Training werden konkrete Situationen aus Ihrem Arbeitsalltag gemeinsam reflektiert und neue Perspektiven gefunden. Auch die strukturelle Ebene der Arbeitssituationen wird dabei mitbedacht und auf mögliche Veränderungen hin untersucht.

1 Geertz, C. (1987). Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Taschenbuch.

2 van Keuk, E., Ghaderi, C., Joksimovic, L. & David, D. M. (2011). Diversity. Transkulturelle Kompetenz in klinischen und sozialen Arbeitsfeldern. Stuttgart: Kohlhammer.

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